kreuzkölln.berlin

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Der Reuterkiez oder auch Reuterquartier (umgangssprachlich auch Kreuzkölln) bezeichnet, ist ein Gebiet im Berliner Ortsteil Neukölln des gleichnamigen Bezirks. Der Bereich erhielt seinen Namen nach dem zentral gelegenen Reuterplatz, der nach dem deutschen Schriftsteller Fritz Reuter benannt wurde. Das Kreuzkölln hat eine Fläche von etwa 70 Hektar und zählt mit rund 18.500 Einwohnern zu den am dichtesten besiedelten Gebieten in Berlin. Der Reuterkiez kann als typisches Gründerzeit-Wohngebiet angesehen werden. Vorderhaus- und Hofbebauung, Vermischung von Handel, Wohnen und Gewerbe sowie kleine und mittelgroße Wohnungen stehen sowohl für die Vor- wie auch die Nachteile der Lage. Mit einer Arbeitslosenquote von 35 %, einem Ausländeranteil von 30,5 % und einem Kinderanteil von 16,5 % gilt das Viertel mit seiner Umgebung als sozialer Problembrennpunkt Berlins. Angesiedelt zwischen Ausgehmeile, Ausweichquartier, Viertel im Aufwind, Gentrifizierung und hundekotbelastetem Gebiet zeigen die Meinungen in der Presse ein verändertes Bild des Problemkiezes. Als positives wie auch negatives Zeichen der Veränderungen im Kiez kann die Bezeichnung Kreuzkölln gesehen werden. Auf der einen Seite zeigt der Begriff, dass sich der äußerste Norden von Neukölln an die Entwicklung im angrenzenden Kreuzberg anschließt, sowohl bei den Ausgehmöglichkeiten als auch bei der sozialen Mischung. Auf der anderen Seite wird er gerade von langjährigen Bewohnern des Kiezes als Zeichen für die ungewollten Veränderungen wie steigende Mieten oder Verdrängung von alten Mietern und Geschäften gesehen und abgelehnt.