stadt-schloss.berlin

€890,00 * Inkl. MwSt.
Ein dominierendes Bauwerk in der historischen Mitte Berlins war das Berliner Schloss, auch Berliner Stadtschloss genannt. Das Residenzschloss der Hohenzollern wurde 1442 auf der Spreeinsel im heutigen Ortsteil Mitte erbaut. Das Schloss wurde nach barocken Erweiterungen ab 1702 zur königlich-preußischen und ab 1871 kaiserlichen Residenz im Deutschen Kaiserreich. Durch die von Andreas Schlüter geschaffene Fassade und Innenräumen galt es als ein Hauptwerk des Barock. Im Jahr 1950 beschloss die SED auf ihrem III. Parteitag, das im Zweiten Weltkrieg zum größten Teil ausgebrannte Gebäude vollständig zu beseitigen, um an seiner Stelle für Großdemonstrationen den Marx-Engels-Platz anzulegen. Die Vernichtung des Kulturguts wurde weltweit öffentlich kritisiert. Vor der Sprengung geborgene Teile eines Portals wurden 1963 in das Staatsratsgebäude der DDR eingebaut. Ab 1973 entstand auf dem Gelände der Palast der Republik, dieser wurde wiederum zwischen 2006 und 2009 abgerissen. Unter Verwendung rekonstruierter wesentlicher Fassaden- und Gebäudeteile des Stadt-Schloss Berlin, einschließlich seiner Kubatur, entsteht an ursprünglicher Stelle seit der Grundsteinlegung am 12. Juni 2013 ein Neubau. Der Wiederaufbau der barocken Fassaden wird durch private Spendengelder finanziert. Danach soll der Gebäudekomplex das künftige Humboldtforum beherbergen. Die Eröffnung dafür ist am 14. September 2019 geplant. Das Schloss soll dann mit außereuropäischen Sammlungen und weiteren Ausstellungen sowie als Veranstaltungsort die Berliner Museumsinsel unterstützen.